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„Unsportliches Ende“ für die Meisterschafts- und Aufstiegsambitionen der 1. Mannschaft des SK Eifelland Gilzem in der 2. Bundesliga Süd

Veröffentlicht: Mittwoch, 03. Juni 2020
Als Fan des SK Eifelland Gilzem und besonders seiner Bundesligamannschaft war ich zunächst irritiert, dann traurig und verärgert darüber, dass für die 1. Mannschaft quasi die gesamte Saison 2019/20 „für die Katz“ war, weil diese vom DSKB komplett annulliert wurde.

Dann fragte ich mich aber: Geht das überhaupt?

In dieser Angelegenheit geht es nicht um eine Entscheidung über die Wertung von einer Hobbykegelmannschaft.
In Deutschland ist es so, dass zumindest die Bundesligamannschaften aller Sportarten dem Spitzen- und Leistungssport zuzuordnen sind. Die Sportkegelmannschaften der 1. und 2. Bundesliga sind demnach Spitzenmannschaften die Leistungssport betreiben!

Anders als Freizeit- oder Breitensport steht hier das Ziel, im Wettkampf eine hohe Leistung zu erreichen. Der Fokus ist auf den sportlichen Erfolg ausgerichtet.
Der Spitzen- und Leistungssport unterscheidet sich vom Breiten- und Freizeitsport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeit- und Mittelaufwand.

Weil dem so ist, wurden diesem Bereich des Sports auch im Zuge der Corona-Krise erweitere Möglichkeiten eingeräumt um den Spielbetrieb mit entsprechenden Auflagen/Konzepten fortzuführen bzw. wieder aufzunehmen.

Eine Annullierung einzelner oder kompletter Wertungen und erzielten Ergebnissen kommt in diesem Bereich eigentlich nur in Betracht, wenn sich der Einzelsportler und/oder Verein nicht regelkonform oder ungesetzlich verhalten hat (z.B. bei Doping).

Anders, als beispielsweise im Fußballsport, ist der Kegelsport eine Sportart in der es ohne weiteres möglich ist, diese „kontaktlos“ auszuüben. Auch die erforderlichen Hygienerichtlinien könnten ohne große Umstände eingehalten werden. Die Fußballbundesliga hat am 16.05.2020 den Spielbetrieb wieder unter Auflagen und einem entsprechenden Konzept aufnehmen dürfen, warum also nicht auch die Kegel-Bundesligen, wo es doch in diesen viel einfacher wäre, gewisse Auflagen und Regeln zu erfüllen?

Sicherlich kann man den Bundesliga-Kegelsport nicht eins zu eins mit der Fußballbundesliga vergleichen, aber gerade deswegen muss der Dachverband nicht hingehen und ihn selbst als „minderwertig“ oder als weniger wichtig darstellen, indem er hingeht und die ganze Saison annulliert.

Für einen kleinen „Dorfverein“ hat der SK Eifelland Gilzem im Ort und weit darüber hinaus einen sehr hohen Stellenwert und eine große Fangemeinde. Er ist auch Heimat für Kegelsportler-/innen aus dem benachbarten Ausland, wie beispielsweise aus Luxemburg, Belgien und Frankreich. Das besonders und ständig in der Bundesligamannschaft.

Der SK Eifelland Gilzem vereinigt Spitzen- und Breitensport auf europäischer Ebene und besonders seine Bundesligamannschaft findet die ungeteilte Achtung über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Der SK Eifelland Gilzem versucht ständig den Kegelsport für alle offen zu gestalten und so dem Trend der rückläufigen Mitgliederzahlen sowohl im aktiven wie auch inaktivem Bereich entgegenzuwirken.

Es ist einfach niemandem zu vermitteln, dass eine ganze Saison mit erheblichen Anstrengungen und auch enormen finanziellen Mitteln so gestellt wird, als hätte es sie nie gegeben!

Die Corona-Pandemie ist eine Realität die man in dieser Form noch nie hatte. Wohl keine Ordnung eines Sportverbandes hat für einen solchen Fall die Antwort parat. Also waren und sind die Verbände gehalten, sich und seine Statuten/Ordnungen der Realität anzupassen um den Spielbetrieb möglichst aufrecht zu halten. Es ist leicht eine Ordnung der Realität anzupassen, aber umgekehrt funktioniert das einfach nicht.

Chronologie – Was ist geschehen:

  1. Nach Beendigung der normalen Ligarunde ist der SK Eifelland Gilzem zweiter der 2. Bundesliga Süd, punktgleich mit dem Tabellenführer AN Bosserode der mehr Einzelwertungspunkte hat.
  2. Am 15.2.2020 beginnt die Meister- und Aufstiegsrunde mit den Mannschaften KSG BG 99 Neuhof, AN Bosserode, TuS Kirchberg und dem SK Eifelland Gilzem.
  3. Nach dem dritten Spieltag dieser Runde wird der Spielbetrieb wegen der Corona-Krise ausgesetzt. Die Gilzemer belegen den 1. Tabellenplatz und die Meisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga, sind vor dem letzten Spiel bei AN Bosserode in greifbarer Nähe.
  4. Am 26.04.2020 beschließt der Landesfachverband Rheinland-Pfalz die Beendigung der Saison in der RLP-Liga mit dem 18. Spieltag und annulliert die bisherigen Ergebnisse der Meisterschafts- und Aufstiegsrunde, weil er in absehbarer Zeit keine Lockerung in der Corona-Krise sieht.
  5. Am 16.05.2020 beschließt der Sportausschuss des Deutscher Schere-Kegler-Bundes (DSKB) die komplette Annullierung der Saison 2019/2020 für die Bundesligamannschaften. (Link zum Beschluss-PDF 12 kb)
  6. Zu diesem Beschluss nimmt der DSKB Stellung (Link zur Stellungnahme-PDF 22 kb)
  7. Der SK Eifelland Gilzem macht dem DSKB, mit Unterstützung der Vereine: Union Gelsenkirchen, AN Bosserode, CfK GW 65 Rösrath und TuS Kirchberg einen Vorschlag für sportliche Abwicklung der Saison 2019/20 und die Gestaltung der Saison 2020/21. (Link zum Vorschlag-PDF 350 kb) Lesen Sie hierzu auch den Artikel im Trierischer Volksfreund vom 30.05.2020: Keine Erstliga-Aufsteiger? Der SK Gilzem protestiert (JPG 115 kb)
  8. Am 30.05.2020 nimmt der DSKB-Hauptausschuss diesen Vorschlag zur Kenntnis, diskutiert wohl auch darüber, bestätigt aber letztlich den Beschluss des DSKB-Sportausschusses vom16.05.2020, die komplette Saison 2019/20 für die Bundesligamannschaften zu annullieren. (Link zum Beschluss-PDF 369 kb) Lesen Sie hierzu auch den Artikel im Trierischer Volksfreund vom 06.06.2020: Kegler-Veto aus der Südeifel verpufft (JPG 113 kb)

Was „zwang“ den DSKB die gesamte Bundesliga-Saison 2019/20 zu annullieren?

1.
DSKB > In der Begründung des DSKB zum Beschluss des Sportausschusses vom 16.05.2020 heißt es:… so hat es im April 2020 innerhalb des DSKB-Präsidiums, aber auch mit den von einer derartigen Entscheidung betroffenen Landesverbänden bzw. den Landessportwarten einen regen Austausch gegeben.
Ziel war und ist, die Berücksichtigung der berechtigten Belange der beteiligten Klubs/Vereine sicherzustellen.

gilzemer.de> Man hat also schlichtweg diejenigen nicht an der Entscheidung teilhaben lassen, über deren „berechtigte Belange“ entschieden wurde!
Wenn eine solche gravierende Regelung ohne die Mitwirkung und Einvernahme der Vereine nach den Ordnungen erfolgen darf, sollten diese unverzüglich geändert werden.
Bevor über Belange Dritter entschieden wird, sollten, bzw. müssen diese zumindest angehört werden. Insoweit ist es auch fraglich, ob die jetzt getroffene Entscheidung einer sport-/zivilrechtlichen Überprüfung standhalten würde.

2. DSKB > Gründe für die Entscheidungsfindung Beendigung der Saison 2019/20
… auch zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht absehbar, wann und in welcher Form ein geordneter Sportkegelbetrieb wieder möglich sein wird, insbesondere vor dem Hintergrund, dass nunmehr die einzelnen Bundesländer für konkrete Lockerungsmaßnahmen zuständig sind und hier Abweichungen innerhalb der einzelnen Spielorte nicht auszuschließen sind.
In manchen Kommunen ist bis zum heutigen Tag nicht einmal Training gestattet. Vor diesem Hintergrund bedarf es einer Entscheidung durch das zuständige Gremium.

gilzemer.de> Explizit geht es hier zunächst nicht um einen dauerhaft geordneten Sportkegelbetrieb wieder zu ermöglichen, sondern einzig und allein um einen einzigen Spieltag in der 1. und den zwei 2. Bundesligen.

Konkret geht es hier um einen einzigen Spieltag bei folgenden Vereinen und Sportstätten:
Bundesliga: KF Oberthal - Kegelsporthalle Oberthal
2. Bundesliga Nord: Union Gelsenkirchen - Sportparadies "Berger Feld"
2. Bundesliga Süd: AN Bosserode - Kegelzentrum Raßdorf

Oberthal liegt im Saarland und die Kegelsporthallen konnten ab dem 18.05.2020 wieder öffnen.
Gelsenkirchen liegt in Nordrhein-Westfalen, die Sporthallen/-anlagen konnten ab dem 30.05.2020 wieder öffnen.
Bosserode liegt in Hessen und dort sind die Kegelsporthallen bereits ab dem 09.05.2020 nutzbar.

Es hätten also zunächst keiner Entscheidung seitens des DSKB bedurft, sondern einzig allein der Antrag und die Vorlage eines auf den jeweiligen „Corona-Regeln“ basierenden Konzeptes an die zuständigen Kommunen der betroffenen Spielorte, zur Durchführung eines einzigen Spieltages!

Wie eingangs gesagt, geht es hier ja auch nicht um die Ausübung von „Breitensport“, sondern um „Spitzensport“ für den es in allen Bundesländern Ausnahmeregelung gibt, denn sonst könnte auch die Fußball-Bundesliga nicht spielen.
Leider fehlt in die Begründung die Aussage, ob ein solcher Versuch überhaupt in Erwägung gezogen oder gemacht wurde.

3. DSKB> Nachstehende Parameter sind zu berücksichtigen:
Die Herren-Bundesligen können nicht komplett abgeschlossen werden, auch wenn nur ein Spieltag fehlt. Die Saison besteht aus 18 Spieltagen plus Meister- und Abstiegsrunde.

gilzemer.de> Wenn das so in den Spielordnungen steht, wäre es doch einfach und begründbar gewesen, diese Vorgabe entsprechend den Realitäten in der Corona-Krise zu ändern!
Für die Saison 2020/21 scheint das ja auch möglich zu sein, denn die kommende Saison soll in den Damen- und Herrenbundesligen ohne Meister- und Abstiegsrunde durchgeführt werden.

4. DSKB> Drei Szenarien haben sich am Ende herauskristallisiert:
1. Komplette Annullierung der Saison 2019/20.
2. Abbruch der Saison 2019/20 zum gegenwärtigen Stand nach dem 3. Spieltag der Meister- und Abstiegsrunde
3. Rückwirkender Abbruch der Saison 2019/20 zum Stand nach dem 18. Spieltag

Der rückwirkende Abbruch der Saison nach dem 18. Spieltag würde bedeuten, dass drei rechtmäßig absolvierte Spieltage der Meister- und Abstiegsrunde nachträglich gestrichen werden müssen. In diesen drei Spieltagen haben sich insbesondere in einzelnen Abstiegsrunden weitreichende Verschiebungen ergeben. Mit welchem Recht würden die drei Spieltage gestrichen werden?
Eine derartige Entscheidung ist sportlich fragwürdig sowie rechtlich angreifbar und wurde daher verworfen.

gilzemer.de> Dem DSKB erscheint es sportlich fragwürdig und rechtlich angreifbar zu sein, drei Spieltage der Meister- und Abstiegsrunde zu streichen, findet es aber richtig ganze 21 Spieltage zu annullieren!

In der Eifel würde man sagen: Dat kaanst Dou nemmen ahm erzehlen, den de Bochs matt der Kneifzaang zomischt!

Diese „Rechtsprobleme“ sah beispielweise der LFV Rheinland-Pfalz e.V. Kegeln "Sektion Schere" nicht. Es wurden nur die Spiele der Meister- und Abstiegsrunde annulliert und die Landesliga nach dem 18. Spieltag beendet.

Jetzt steigen also Landesmeister in die 2. Bundesliga auf, deren Meisterschaft nach dem Rechtsempfinden des DSKB, rechtlich fragwürdig zustande gekommen sein muss, sofern eine Meister- und Abstiegsrunde vorgesehen war. Selbst wenn keine M/A-Runde zu spielen war, ist es nicht richtig, dass eine Mannschaft nach dem 18. Spieltag aus der 3. Liga aufsteigen kann, aber gleiches Recht nicht für die 2. Liga nach dem 18. Spieltag gilt.
Die Statuten des DSKB und der Landesverbände scheinen daher auch nicht konform zu sein.
Es geht einfach nicht, dass beispielsweise der AN Bosserode nicht von der 2. Bundesliga Süd in die 1. Bundesliga aufsteigen kann, weil angeblich die Meister- und Abstiegsrunde nicht annulliert und die Saison 2019/20 nicht mit dem 18. Spieltag beendet werden kann.
Andererseits aber steigen Meister der Landesligen auf, deren Meisterschaft auf der Tabelle nach dem 18. Spieltag beruht.

Wenn mit zweierlei Maß gemessen wird, so ist das in höchstem Maße unsportlich und auch rechtlich mehr als bedenklich!

5. DSKB> Der Abbruch der Saison 2019/20 zum gegenwärtigen Stand nach dem 3. Spieltag der Meister- und Abstiegsrunde wäre rechtlich ebenfalls angreifbar weil beispielsweise nicht alle Mannschaften die gleiche Anzahl von Heim- und Auswärtsspielen absolviert hätten.
Außerdem: Würden die gegenwärtigen Tabellenstände in einzelnen Ligen tatsächlich dem sportlichen Verlauf der Saison entsprechen?
Auch eine derartige Entscheidung ist sportlich fragwürdig sowie rechtlich angreifbar und wurde daher verworfen.

gilzemer.de> Wie bereits erwähnt, hat man es unterlassen, die betroffenen Vereine bei der Entscheidungsfindung über die Saison mitwirken zu lassen.
Im Antrag des SK Eifelland Gilzem plädiert dieser für die Beendigung der Saison nach dem 18. Spieltag, obwohl er aussichtsreich in der Meisterschaftsrunde vor dem letzten Spieltag auf dem 1. Tabellenplatz steht.
Damit wäre der AN Bosserode Meister der 2. Bundesliga Süd und könnte in die 1. Bundesliga aufsteigen.
AN Bosserode hat den Gilzemer Antrag unterstützt und auf der Homepage des AN Bosserode ist zu lesen, dass dieser auch mit einem Abbruch nach dem 3. Spieltag der Meister- und Abstiegsrunde leben könnte und damit der SK Eifelland Gilzem Meister und aufstiegsberechtigt wäre.

Die betroffenen Vereine wären also mit Szenarium 2 und 3 einverstanden, aber diese findet der DSKB ja sportlich fragwürdig und rechtlich angreifbar.
Gilzemer.de meint: Der SK Eifelland Gilzem und der AN Bosserode zeigen wahre sportliche Größe und Kameradschaft trotz sportlicher Konkurrenz!

6. DSKB> Sehr „bemerkenswert“ ist auch die Frage des DSKB:
Würden die gegenwärtigen Tabellenstände in einzelnen Ligen tatsächlich dem sportlichen Verlauf der Saison entsprechen?

gilzemer.de> Sollen also nach dem Verständnis des DSKB die Ergebnisse der Meister- und Abstiegsrunden den „sportlichen Verlauf der Saison“ wiederspiegeln? Ja um Gottes Willen, warum spielt man denn überhaupt diese Runde?
Die Bundesligakegler brauchen eine ständige Leistungskontrolle. Diese haben sie in den 18 Ligaspielen, wissen ob sie in der jeweiligen Liga mithalten können oder nicht. Der Tabellenführer hat die Meisterschaft verdient und die beiden letzten wissen, dass sie noch zu schwach für diese Liga sind.

Eine M/A-Runde kann dieses Ergebnis sehr schnell verfälschen. Kommt etwa wie im Falle von AN-Bosserode Verletzungspech in den vier M/A-Spielen auf, entspricht das Endergebnis nicht mehr dem tatsächlichen Leistungsniveau.

Warum macht man eigentlich diesen Kegelsport so kompliziert?
Weil es noch immer so war??
Wer hat eigentlich diese EWP „erfunden“, wer den Gassenzwang?
Der Kegelsport ist ein attraktiver und spannender Sport, aber wie soll er jemals für die Allgemeinheit auch so kommuniziert werden, wenn an „alt Hergebrachtem“ nicht gerüttelt werden darf.
Sportdeutschland.tv ist verschiedentlich ein Versuch die Kegelwettkämpfe öffentlich zu machen. Stundenlang schaut man sich die Augen aus und weiß zum Schluss aber nicht wer gewonnen hat (allein schon wegen der besagten EWP).

Aber ich schweife ab; abschließend zum aktuellen „Problem“:

Fazit von gilzemer.de:
Noch ist es nicht zu spät für den DSKB seinen Beschluss der kompletten Annullierung der Saison 2019/20 zu korrigieren.
Zunächst sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, um den noch ausstehenden 4. Spieltag der M/A-Runden durchzuführen.
Das gleiche gilt auch für diejenigen Landesverbände, die eine M/A-Runde durchführen, damit nicht mit zweierlei Maß gewertet wird.

Das derzeitige Saisonende zum 30.06.2020 sollte dabei auch kein Hindernis darstellen. Es ist auch nur eine Note in einer Ordnung, die wegen den außergewöhnlichen Umständen leicht und begründbar zu ändern wäre.

Die Saison 2020/21 beginnt wohl wie immer Ende August/Anfang September und es bliebe bei Saisonende 2019/20 Ende Juli/Anfang August noch genügend Zeit die Saison 2019/20 regulär zu beenden und die notwendigen Spielpläne für die Saison 2020/19 zu erstellen.
Der DSKB hat zudem die Möglichkeit den Saisonstart der Bundesligen 2020/21 entsprechend der verlängerten Saison 2019/20 hinauszuschieben.

Wenn man es nur will, gibt es viele Möglichkeiten die Bundesliga-Saisons sportlich zu beenden und einvernehmlich und rechtssicher mit Beteiligung aller Bundesligavereine zu regeln.

Die jetzt vom DSKB gewählte Variante der kompletten Saison-Annullierung durch die Funktionsebenen ist dabei die Schlechteste für die man sich entscheiden konnte! Sie ist weder sportlich noch rechtssicher!

Wenn der DSKB bei seiner Entscheidung bleibt und die Saison 2019/20 so bewertet, als hätte sie nie stattgefunden, muss er in logischer Konsequenz auch damit rechnen, dass er alle Bundesligavereine fiskalisch entschädigen und die Vereine/Kegelsportler so stellen muss, als hätte es die Saison 2019/20 weder zeit- noch kostenmäßig gegeben!
Das besonders auch deswegen, weil der DSKB meiner Meinung nach bisher nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um die Saison 2019/20 zu einem sportlich fairen und tatsächlich rechtssicheren Ende zu bringen.

DSKB-Präsident Carsten Schinke schreibt: Letztendlich wollen wir alle das Beste für unseren Kegelsport!

Den guten Willen will ich dem DSKB auch nicht absprechen und der DSKB wird wohl auch nicht über den „eigen Schatten springen“ können und die getroffenen Annullierungen zurücknehmen. In außergewöhnlichen Situationen genügt aber in der Regel der gute Wille nicht.
Die Bundesligamannschaften müssen demnach wohl mit dieser Entscheidung des DSKB leben und der DSKB weiß sicherlich jetzt schon, was er hätte besser machen können.

Gut Holz!
Winfried Hoor, Gilzem

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